Fototermin vorbereiten: Was ich vor der Aufnahme brauche
Welche Unterlagen ich vor einem Fototermin brauche, was am Gebäude vorbereitet sein sollte und wie lange eine Architekturaufnahme dauert — als Arbeitsgrundlage für Architekturbüros.
Mäusebunker Berlin – das Haus, das kaum jemand sieht
Der Mäusebunker in Berlin-Lichterfelde steht unter Denkmalschutz und leer. Wo man ihn überhaupt sieht, warum er so aussieht, wie er aussieht — und was aus ihm werden soll.
Publix Berlin
Es gibt Orte in Berlin, die man zufällig entdeckt — und die man dann nicht mehr vergisst. Das Publix in Berlin-Neukölln, Hermannstraße, ist so ein Ort.Ich war dort mit der Kamera, ohne große Erwartungen. Was ich vorgefunden habe, hat mich überrascht — architektonisch, aber auch inhaltlich.
Wir formen unsere Gebäude, und danach formen unsere Gebäude uns.
Winston ...
VEB Elektrokohle: Was bleibt, wenn ein System verschwindet
Ich glaube, dieser Ort lässt sich nicht über ein einzelnes Gebäude erklären. Er funktioniert nur im Zusammenhang. In Berlin-Lichtenberg, nahe der Herzbergstraße, steht ein ehemaliger Siloturm des VEB Elektrokohle. Rund 42 Meter hoch, gebaut als reiner Zweckbau. Kein Ausdruck, keine Repräsentation. Ein Bauteil eines größeren Systems – das längst nicht mehr existiert. Was geblieben ist, ...
St. Agnes Kirche: Licht ist kein Werkzeug
Es gibt einen Moment in der St. Agnes Kirche in Berlin-Kreuzberg, kurz nach Mittag, wenn das Licht durch die schmalen Öffnungen in der Betonwand fällt und scharf auf den Boden trifft – nicht sanft, nicht diffus, sondern mit einer fast aggressiven Präzision. Werner Düttmanns Brutalismus braucht genau das: kein weiches Licht, das Oberflächen glättet, sondern ...
Anders sehen
Es gibt Fotografen, die jahrelang dieselbe Kamera benutzen, dieselben Orte besuchen, dieselbe Technik anwenden – und trotzdem jedes Jahr bessere Bilder machen. Nicht weil sie mehr üben. Sondern weil sie anders sehen. Sehen ist keine Fähigkeit, die man einmal erwirbt. Es ist eine Gewohnheit, die man pflegen muss.
Man fotografiert nicht mit der Kamera. Man fotografiert ...
Was Architekten von der Straßenfotografie lernen können
Straßenfotografie gilt oft als das Gegenteil von Architekturfotografie. Die eine wirkt spontan, unkontrolliert und vom Zufall geprägt, die andere sorgfältig geplant, präzise komponiert und technisch perfekt. Doch dieser Gegensatz täuscht. Tatsächlich schärft kaum eine fotografische Disziplin den Blick für Architektur so sehr wie die Straßenfotografi. Wer Architektur fotografiert, beschäftigt sich mit Licht, Proportionen, Linien und ...
Architektur braucht Licht
Es gibt einen Moment beim Fotografieren, in dem man merkt: Das war es. Nicht weil die Kamera piepst oder die Belichtung stimmt – sondern weil das Licht plötzlich das tut, was man sich erhofft hat. Es macht das Gebäude zu dem, was es sein soll. Das klingt einfach. Ist es aber nicht. Licht verändert alles. ...
Brutalismus in Berlin
Beton ohne Verkleidung. Struktur ohne Entschuldigung. Wenn man zum ersten Mal vor einem brutalistischen Gebäude steht, weiß man nicht sofort, ob man es schön finden soll. Und genau das macht es interessant. Der Brutalismus entstand nach dem Zweiten Weltkrieg – nicht als ästhetische Spielerei, sondern als Haltung. Zeig, was du bist. Versteck nichts. Der Name ...
Modernes Licht. Kein Zufall.
Tageslicht in modernen Räumen zu fotografieren bedeutet eines vor allem: warten können. Nicht passiv warten – sondern mit einem Plan. Mit dem Wissen, woher die Sonne kommt, wie sie sich bewegt und was sie mit einem Raum macht, wenn sie ihn trifft.Moderne Architektur ist oft genau dafür gebaut. Raumhohe Fenster, präzise gesetzte Öffnungen, Materialien, die ...















