Jan Madeus – Architekturfotografie

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36_Alexa Alexa, Berlin

Alexa

Das Alexa am Alexanderplatz gehört zu den prägnanteren Baukörpern in einem städtebaulich eher uneinheitlichen Umfeld. Mit seiner rosafarbenen Fassade und den Anklängen an das Art Déco setzt es bewusst einen Kontrast zur Umgebung aus Nachkriegsmoderne, Plattenbau und großmaßstäblichen Verkehrsräumen. Es ist ein Gebäude, das gesehen werden will – nicht zurückhaltend, sondern klar in seiner Präsenz.

Gleichzeitig wirkt die Formensprache nicht rein dekorativ. Die horizontale Gliederung, die gerundeten Ecken und die rhythmischen Fassadenelemente geben dem Bau eine gewisse Ordnung und Lesbarkeit. Ich finde, gerade dadurch entsteht ein Spannungsfeld zwischen Inszenierung und Struktur, das das Gebäude interessant macht.

Architecture should speak of its time and place, but yearn for timelessness.
– Frank Gehry

Im Inneren setzt sich diese Klarheit fort. Die großzügigen Erschließungsräume, offenen Blickbeziehungen und die vertikale Organisation über mehrere Ebenen schaffen Orientierung in einem ansonsten komplexen Nutzungskonzept. Bewegung wird hier bewusst geführt – Rolltreppen, Sichtachsen und Raumfolgen greifen ineinander.

Das Alexa ist damit weniger ein klassisches Einkaufszentrum im anonymen Sinne, sondern eher ein gebautes Statement. Es verbindet kommerzielle Funktion mit einer starken gestalterischen Haltung und prägt so den Stadtraum am Alexanderplatz auf eine Weise, die man nicht ignorieren kann.

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