Jan Madeus – Architekturfotografie

Mäusebunker Berlin

Architektur:
Magdalena & Gerd Hänska
Bauzeit:
1971–1981
Ort:
Berlin-Lichterfelde
Kategorie:
Brutalismus
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Der Mäusebunker in Berlin-Lichterfelde ist einer der kompromisslosesten Sichtbetonbauten der Stadt — von Magdalena und Gerd Hänska als Zentrale Tierlaboratorien entworfen und zwischen 1971 und 1981 gebaut. Rund 117 Meter geneigte Betonwand, ein strenges Raster dreieckiger Fenster und die Luftansaugrohre, die reihenweise aus der Fassade treten. Kein Ornament — gebaute Funktion.
Seit 2019 steht der Bau leer, seit 2023 unter Denkmalschutz. Diese Serie zeigt ihn so, wie man ihm heute begegnet: abgesperrt, verwittert, von keiner Stelle ganz zu sehen — und gerade darin am deutlichsten.

"Architecture is the masterly, correct and magnificent play of masses brought together in light."
Le Corbusier

Der Mäusebunker ist schwer zu fotografieren, und das ist Teil des Motivs. Die Längsseiten kippen nach außen; jede frontale Aufnahme wird zum Trapez. Bei Sonne zerlegt der Schatten das Fensterraster, die große Form löst sich auf — nur bedeckter Himmel hält sie zusammen. Deshalb sind diese Bilder schwarzweiß und an einem grauen Tag entstanden: Was den Bau ausmacht — Neigung, Raster, Masse, Verwitterung — liegt vollständig im Tonwert, nicht in der Farbe. Das Gitter im Vordergrund ist keine Störung. Ein Gebäude, das für Abschottung gebaut wurde und heute selbst abgesperrt ist, lässt sich schwer treffender zeigen.

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